Aufwärmen
und Abkühlen im Sport
Was haben Autos und Sportler/innen gemeinsam? Bei beiden muss darauf geachtet
werden, nicht sofort nach dem Start auf volle Leistung zu gehen. Um dauerhafte
Schäden am "Material" zu vermeiden, ist das so genannte Warm-up
notwendig. Die Betriebstemperatur ist maßgeblich damit leistungsorientierte
Ergebnisse erzielt werden können. Bei Sportler/innen dient das Aufwärmen
zur Schaffung einer optimalen körperlichen und seelischen Verfassung
für das anschließende Training.
Ebenso wie Sie beim Autofahren normalerweise vermeiden aus hohem Tempo
direkt in eine Vollbremsung überzugehen, damit Motor und Verschleißteile
nicht geschädigt werden - ist es für Ihren Körper wichtig
abzukühlen, durch das Cool-down. Dieser Vorgang unterstützt zusätzlich
die langfristige Erhaltung der Trainingsresultate.
Grundlagen
Unterschieden wird zwischen dem allgemeinen Aufwärmen und dem speziellen
Aufwärmen, abgestimmt auf die jeweilige Sportdisziplin. Das spezifische
Aufwärmen beinhaltet meist bestimmte Bewegungsabläufe der anschließend
ausgeübten Sportart. Im Handball können dies z. B. Wurfübungen
sein. Eine Auswahl geeigneter Übungen bieten individuelle auf Ihre
Sportart abgestimmte Fachbücher.
Gemeinsam haben beide Aufwärm-Arten folgende Punkte:
- Warm-up und Cool-down sollten ca. 20 Prozent der Trainingsdauer betragen,
mindestens jedoch 10 Minuten. Das bedeutet, wenn Sie 90 Minuten trainieren,
benötigen Sie zusätzlich für das Aufwärmen 18 Minuten
und für das Abwärmen bzw. Abkühlen des Körpers ebenfalls
18 Minuten.
- Bei kälteren Witterungsbedingungen, sowie bei zunehmendem Alter empfiehlt
es sich, die Aufwärmphase zu verlängern.
- Sowohl beim Warm-up als auch beim Cool-down sollte die Pulsfrequenz 120
nicht übersteigen.
- Keine wippenden Dehnungsübungen ausführen: Durch das Wippen
wird eine Reflex ausgelöst, der statt Beweglichkeit und Geschmeidigkeit
des Muskels langfristig zu einer Muskelverkürzung führen kann.
- Beim Sport liegt die optimale Körpertemperatur zwischen 38,5 und 39,0
Grad.
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Allgemeines Aufwärmen (Warm-up) und Abkühlen (Cool-down)
Der gesamte Körper wird unabhängig von der ausgeübten Sportart
auf die bevorstehende Anstrengung vorbereitet. Dazu gehören Muskelgruppen,
die normalerweise wenig beansprucht werden und daher zur Verkürzung neigen,
wie Brust-, Nacken-, Hals- und Schulterbereich sowie die Lendenwirbelbereiche,
Oberschenkel- und Wadenmuskeln. Zum Aufwärmen eignen sich Stretching und
Dehnprogramme. Der Deutsche Sportbund hat in seinem Internetangebot eine anschauliche
Darstellung empfehlenswerter Dehnübungen
zusammen gestellt.
Eine sanfte Stretchingmethode ist mit gestreckten Beinen den Oberkörper
soweit wie möglich nach untern zu beugen, bis man ein deutliches Ziehen
an der Rückseite der Oberschenkel spürt. Diese Position ca. 10
Sekunden halten - ohne Wippen. Die gedehnten Muskelpartien unbedingt nach
jeder Dehnungsphase ausreichend lockern. Der Kreislauf wird durch langsames
Laufen und sanftes Arm- bzw. Beinkreisen in Schwung gebracht.
Nach dem Training hilft das Cool-down dem Körper sich schneller zu
erholen. Dazu eignen sich beispielsweise langsames Auslaufen und Lockerungsübungen:
Arme und Hände entspannt seitlich hängen lassen und ausschütteln.
Oder Oberkörper leicht nach vorne beugen, Arme hängen lassen und
Schultern lockern. Abschließend jeweils ein Bein leicht anheben und
ebenfalls ausschütteln.
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und Dehnübungen sinnvoll in Ihr Training integrieren können? Mehr
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Autorin: Lucia Serlenga-Gölz