
Sportler
sollten nicht vergessen, Muskeln und Gelenke durch kundige Hände lockern
und verwöhnen zu lassen. Die Tage werden kürzer und kühler
und die Möglichkeiten für sportliche Outdoor-Aktivitäten verringern
sich. Das bringt Zeit für entspannende Massagen, um neue Kräfte
zu sammeln.
Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers und dient als
"Schutz" gegen äußere Einflüsse wie Regen oder Kälte.
Als Sinnesorgan enthält sie ca. eine halbe Millionen Sensoren die Temperatur-
und Berührungsreize an das zentrale Nervensystem, und von dort zu den
anderen Organen weiterleiten. Hier setzt die die Massage an als eine der ältesten
und vielseitigsten Methoden der Heilung: Berührungen, die Entspannung
und Milderung von Schmerzen ermöglichen.
Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten der Massagen - in Europa
setzen sich neben den klassischen Behandlungsmethoden vermehrt auch Varianten
aus Asien und Hawaii durch. Beratung ist die beste Entscheidungshilfe für
die Auswahl der geeigneten Massagemethode. Wichtig ist, dass im Vorgespräch auch eventuelle Krankheiten, Allergien
oder sonstige körperliche Einschränkungen nachgefragt werden.
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Massagetypen, von 20 Euro bis ca.
150 Euro ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Schwedische Massage
- auch klassische Massage
genannt
Ist besonders geeignet bei verkrampften Muskeln und körperlichem Formtief:
Bspw. für Menschen die überwiegend sitzende Tätigkeiten ausüben,
um Nacken-, Schulter und Rückenschmerzen zu lindern. Außerdem
wird die klassische/schwedische auch nach dem Sport zur Vorbeugung von Muskelkater
angewandt.
Durch kräftiges Streichen, Kneten und Reiben werden sogar große
Muskelgruppen wieder beweglich und gut durchblutet. Der verstärkte
Lymphfluss schwemmt Abbauprodukte aus dem Gewebe. Die Intensität der
Massage muss den individuellen Bedürfnissen angepasst sein, und darf
keine Schmerzen verursachen.
Lymphmassage
Fördert den Blutkreislauf und verbessert das Lymphsystem sowie Körperfunktionen.
Stark vereinfacht ausgedrückt transportiert das Lymphsystem die Nahrungsfette
aus dem Darm und befreit die Zellzwischenräume von überschüssiger
Flüssigkeit. Die Lymphmassage wird an den unteren Extremitäten
durchgeführt und hilft z. B. bei "schweren Beinen" oder bei
der Behandlung von Zellulitis.
Thailändische Massage
Durch Druckmassage wird der Körper des Empfängers von Kopf bis
Fuß gezielt gelockert, gedehnt und bewegt. So werden Blockaden und
Verspannungen gelöst, damit die Lebensenergie in den Energiebahnen
frei fließen kann. Thailand liegt zwischen Indien, und China, daher
ist die Traditionelle Thai-Massage eine Verbindung von Yoga (Indien) und
Akupressur (China). Diese Kombination wirkt gleichzeitig entspannend und
belebend. Daher ist diese Massagetechnik sowohl für Sportler als auch
für Menschen, die viel sitzen, geeignet.
Shiatsu
Stammt aus Japan, dabei wird der Energiefluss erspürt und durch sanften
Druck mit Fingern, Handflächen, Ellbogen und Knien angeregt. Shiatsu-Massagen
sind wohltuend, entspannend und belebend. Die Selbstheilungskräfte
werden aktiviert, so dass Störungen und Erkrankungen vorgebeugt wird.
Ayurveda
Basierend auf den Sanskritworten "Ayu" (Leben) und "Ved"
(Wissen) drückt dieser Begriff "Wissen vom Leben" eine ganzheitliche
Lebens-, Gesundheits- und Medizinlehre aus. Die Ayurveda-Massage setzt sich
aus mehren Behandlungen zusammen:
Ganzkörper - Ölmassage (Abhyanga)
Diese Ganzkörpermassage wird mit erwärmten pflanzlichen Ölen
durchgeführt und regt Kreislauf sowie Stoffwechsel an. Stärkung
von Verdauung und Muskulatur ferner Beruhigung des Nervensystems sind weitere
positive Effekte. Bei Abhyanga wird durch die Öl-Massage die Hormonproduktion
gesteigert und die Wirkung ist daher sowohl verjüngend als auch regenerierend.
Stirnölguss (ShiroDhara)
Über einen
bestimmten Zeitraum wird temperiertes Öl rhythmisch und zart auf die
Stirn gegossen - zur Beruhigung von Geist und Sinnen.
Fuß- und Beinmassage (Pad-Abhyanga)
Knie, Unterschenkel und Füße werden mit edlen Ölen oder
Ghee (wird aus Büffelbutter hergestellt) sanft massiert und aufgelockert.
Diese Behandlung wirkt harmonisierend und stimulierend und soll daneben
zur Stärkung des Sehvermögens beitragen.
Gesichtsmassage (Mukabhyanga)
Entspannung, Hautpflege und Beruhigung stehen hier im Vordergrund. Mukabhyanga
unterstützt die Linderung von Ängsten und Kummer. Die Gesichtsmassage
wirkt stimulierend auf die Sinne.
Hamam
Auch bei dieser Form der Entspannung kann man wunderbar die Gedanken schweifen
lassen und nebenbei erhält die Haut intensive Pflege und Reinigung.
Das orientalische Bad "Hamam" ist besonders für die kühleren
Jahreszeiten geeignet. Die Waschungen tragen zur Ausscheidung von Schlacken
und Giftstoffe bei. Stoffwechsel und Durchblutung werden angeregt und die
Abwehrkräfte aktiviert. Nach dem Abspülen des Körpers mit
warmem Wasser wird zuerst auf dem Nabelstein geschwitzt, u. a. öffnen
sich dabei die Hautporen, damit das anschließende Körper-Peeling
effektiv wirkt. Die obersten Hautschüppchen werden entfernt und das
Bindegewebe durchblutet. Danach wird der Körper mit Seife massiert.
Tipp
Für Eilige oder bei chronischem Zeitmangel empfehlen sich so genannte
"Mobile Massagedienste". Bei diesem Service kommen Masseurin oder
Masseur mit dem eigenen Spezialstuhl direkt ins Büro oder ins heimische
Wohnzimmer.
Autorin: Lucia Serlenga-Gölz