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Das sollten Sie über Schwarzkümmelöl wissen

Schwarzkümmel ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Hahnenfußgewächse gehört und in der Landwirtschaft im Frühjahr und Herbst als Unkraut bekämpft werden. Korrekt ist die Bezeichnung „echter Schwarzkümmel“. Im täglichen Sprachgebrauch sagt man „Schwarzkümmel“, der nicht mit Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt ist. Die Pflanze wächst im Irak, in der Türkei, in Indien, Nordafrika und Südeuropa.

Die Bestandteile des Schwarzkümmelöls

Echter Schwarzkümmel ist ein Gewürz, das eine ähnliche Form wie der schwarze Pfeffer hat. Zur Gewinnung des Schwarzkümmelöls werden die schwarzen Samen der Fruchtkapseln, die dem Mohn ähnlich sehen, verwendet. Die Samen duften nach Anis und geben dem türkischen Fladenbrot seinen Geschmack. Das Aroma des Schwarzkümmelöls hingegen erinnert an Sesam.

Schwarzkümmelöl enthält 21 Prozent Eiweiß, 35 Prozent ätherische und fette Öle, die wiederum zu 60 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen. Die im Schwarzkümmelöl enthaltenen Linolsäuren verbinden sich mit Prostaglandin, einem Gewebshormon, das im ganzen Körper, besonders konzentriert im Sperma, vorkommt und schmerzlindernd wirken kann.

Das ätherische Öl enthält 10 Prozent Fettsäure-Ethylester und „Nigelon Semohiprepinon“, das bei Asthma und starkem Husten Linderung verschafft.
Weitere Bestandteile des Schwarzkümmelöls sind Aminosäuren sowie Phytosterine, die in fettreichen Pflanzen zu finden sind.
In Schwarzkümmelöl sind außerdem die Vitamine A, C, Vitamin D, E, die B-Vitamine und Mineralien wie Biotin, Folsäure, Selen und Zink nachweisbar.

Schwarzkümmelöl ist gesund

Schwarzkümmelöl hat eine antibakterielle Wirkung, lindert entzündliche Prozesse und allergische Reaktionen.
Das Öl senkt bei regelmäßiger Anwendung einen zu hohen Blutdruck.

In den USA besagt eine Studie, dass Schwarzkümmelöl Reaktionen verhindert, die möglicherweise der Grund für Erkrankungen vom Heuschnupfen bis zur Tumorentwicklung sein können. Mit Schwarzkümmelöl, so die amerikanische Studie, werden Krebszellen bereits im Anfangsstadium bekämpft.

Menschen, die zu Allergien neigen, sollten mehrfach ungesättigte Fettsäuren einnehmen, um die Synthese von Linolsäure und Prostaglandinen zu unterstützen. Schwarzkümmelöl ist auch das richtige Mittel, um Erkrankungen wie Stauballergie und Asthma zu vermeiden. Es hilft bei Akne, Geschwüren und Hautpilzerkrankungen.

Schwarzkümmelöl wirkt krampflösend bei Bauchschmerzen, schützt Leber und Niere, reduziert die Magensaftproduktion und beeinflusst positiv den Zuckerspiegel.

Bei Rachen- und Mandelentzündungen entfaltet Schwarzkümmelöl eine schmerzlindernde Wirkung.

In Indien wird Schwarzkümmelöl genutzt, Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern.

Die Haltbarkeit von Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl wird in dunklen Flaschen und in Kapseln angeboten. Die Kapseln können unkompliziert dosiert werden und halten länger.
Das Öl, das in Drogerien und Apotheken verkauft wird, ist ein Mischöl, das mit ätherischen Ölen verfeinert ist.

Für die Küche ist das kaltgepresste Öl aus ägyptischen Samen, die auf heißem Sandboden gereift sind, besonders geeignet. Schwarzkümmelöl hält etwa ein Jahr, wenn es trocken gelagert wird. Man kann das Öl auch ein Jahr im Kühlschrank aufheben.

Verwendungsmöglichkeiten von Schwarzkümmelöl

Erfahrene Verbraucher empfehlen zweimal am Tag einen Löffel Schwarzkümmelöl einzunehmen, wenn das Immunsystem gestärkt werden soll.
Das Öl hilft gegen Völlegefühl, Blähungen und krampfartige Bauschmerzen.

Bei regelmäßiger Einnahme von einem Löffel Schwarzkümmelöl reduziert sich der nächtliche Harndrang.
Wer etwas für die Schönheit tun möchte, gibt ein paar Tropfen Schwarzkümmelöl in die Gesichtsmaske oder Haarkur.
Gelenkschmerzen, Zahnweh, Schnupfen und Fußpilz werden durch Schwarzkümmelöl gelindert. 100 ml kosten etwa 9,00 Euro bis 14,00 Euro.

Für die Küche wird kaltgepresstes Schwarzkümmelöl empfohlen, das nicht mit duftenden ätherischen Ölen verarbeitet wird. Es verfeinert Salate und Brotteig, besteht zu 50 bis 60 Prozent aus Linolsäure und ist ein hochwertiges Speiseöl. Ein Liter kostet circa 26,00 Euro.

Kapseln sind beliebt, weil sie länger halten und einfach zu dosieren sind. 180 Kapseln kosten circa 10,00 Euro.
Schwarzkümmelöl wird auch als Creme verarbeitet und soll Hautunreinheiten heilen, gegen trockene Hautstellen wirken und Hautausschlag positiv beeinflussen. Die Verbraucher, die sich an die Creme gewöhnt haben, schwören auf ihre wohltuende Wirkung. 100 ml werden für ungefähr 17,00 Euro angeboten.

Was Kritiker zum Schwarzkümmelöl sagen

Schwarzkümmelöl ist nicht gesundheitsschädlich. Der therapeutische Nutzen ist Ansichtssache und wissenschaftlich nicht belegt.
Die positive Wirkung auf Pilzerkrankungen konnte nur eine Studie belegen, die nicht wiederholt wurde.
Die Beeinflussung des Blutzuckerspiegels, der durch Schwarzkümmelöl gesenkt werden soll, ist medizinisch nicht bewiesen.
Die Senkung der Magensaftproduktion kann nicht wissenschaftlich belegt werden.

Ein schmerzlindernder Effekt bei Gelenkschmerzen wurde nur durch Tierversuche entdeckt.
Im Jahr 1987 wurde mit einer Studie veröffentlicht, dass Schwarzkümmelöl eine anregende Wirkung auf das Immunsystem hat. Einzelheiten sind nicht bekannt.
Seriös bewiesen wurde die antibakterielle Wirkung des mit ätherischen Ölen verarbeiteten Schwarzkümmelöls.

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