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Was genau ist Heilfasten?

Heilfasten ist in den letzten Jahren zu einer häufig genutzten Möglichkeit geworden, den eigenen Körper von Gewicht, Schlacken- und Schadstoffen zu befreien. Menschen, die fasten, verzichten über einen bestimmten Zeitraum auf bestimmte Nahrungsmittel oder nehmen außer Flüssigkeit keinerlei Nahrung zu sich. Unter Medizinern ist das Heilfasten sehr umstritten. Sicher ist, dass nur gesunde Menschen nach vorheriger ärztlicher Untersuchung fasten sollten. Wenn ein paar Regeln befolgt werden, gilt Heilfasten als unbedenklich und fördert das Wohlbefinden.

Heilfasten ist keine Modeerscheinung

Fasten ist keine Modeerscheinung der Neuzeit. Schon seit Jahrtausenden fasten Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen. Religiöse Motive sind zum Beispiel beim österlichen Fasten ausschlaggebend. Zur Reinigung von Körper und Seele wird das Fasten in vielen Kulturen durchgeführt.

Beim Heilfasten sind in der Regel weniger religiöse Gründe entscheidend. Im Vordergrund steht die Entgiftung und Entschlackung, eine Gewichtsreduzierung oder die Vorbereitung auf eine gesündere Lebensweise. Je nach Absprache mit dem Arzt kann das Heilfasten bei bestimmten Krankheiten unterstützend wirken. Menschen mit Kreislaufproblemen, Bluthochdruck, Rheuma und Asthma können durch kurzfristiges Heilfasten eine Besserung ihres Zustandes erreichen.

Was passiert beim Heilfasten?

Das Heilfasten wird auf unterschiedliche Weise durchgeführt. Zur Vorbereitung wird die Ernährung für zwei Tage bis zu einer Woche auf fettarme Reduktionskost umgestellt. Auf Zucker, Alkohol und Fett wird dabei verzichtet. Darauf folgt ein Abführtag. Der Darm wird durch ein Klistier oder Glaubersalz vollständig geleert. Diese Maßnahme macht auch das Hungern leichter, da das Hungergefühl abnimmt, wenn der Darm weniger arbeitet.

Anschließend steht das eigentliche Heilfasten auf dem Programm. Je nach Methode werden keine festen Nahrungsmittel, nur Obst und Gemüse oder ausschließlich Gemüsebrühe verzehrt. Heilfasten kann aber auch nur den vollständigen Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie Süßigkeiten oder Alkohol bedeuten. Eine Fastenkur sollte nicht zu lange ausgedehnt werden, da sonst Mangelerscheinungen zu befürchten sind.

Für wen ist Heilfasten geeignet?

Nur gesunde Menschen sollten fasten. Bei vorgeschädigten Menschen sind die Folgeerscheinungen nicht abzuschätzen. Auf keinen Fall dürfen Schwangere fasten. Sie müssen sich gesund und ausgewogen ernähren, damit das Kind alle notwendigen Nährstoffe erhält. Das gilt auch für Kinder, die niemals fasten sollten. Menschen mit Durchblutungsstörungen vor allem des Hirns, mit einer Störung der Schilddrüsenfunktion und Krebskranke sollten ebenfalls auf das Heilfasten verzichten. Für untergewichtige und essgestörte Menschen ist Fasten nicht ratsam.

Positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Belegt ist die heilsame Wirkung des Fastens auf das Herz-Kreislauf-System. Durch den Verzicht auf Nahrung oder bestimmte Nahrungsmittel wird der Blutdruck gesenkt und dadurch das Herz entlastet. Viele Fastenteilnehmer berichten, dass ihnen das Atmen nach der Kur leichter fiel als vorher. Die These dagegen, dass das Heilfasten zur Entschlackung des Körpers führt, lässt sich nicht erhärten. Ein gesunder Mensch, der ausreichend trinkt, sammelt keine Schadstoffe im Körper an. Diese werden im Gegenteil regelmäßig über die Leber und die Nieren ausgeschieden.

Das Gewicht lässt sich durch das Fasten dagegen durchaus reduzieren. Je nach Fasten-Methode verliert der Körper bis zu 400 Gramm Körpergewicht pro Tag. Allerdings handelt es sich dabei in erster Linie um Körperwasser und um Eiweiß. Wird dem Körper kein Eiweiß zugeführt, bauen sich die Muskeln ab. Heilfasten ist bei Fettleibigkeit deshalb nur bedingt ratsam. Eine dauerhafte Gewichtsabnahme lässt sich durch das Fasten nicht erreichen. Ein unangenehmer Nebeneffekt des Heilfastens ist der unangenehme Körper- und Mundgeruch. Er entsteht durch die Veränderungen des Stoffwechsels und ist keinesfalls ein Zeichen für den Abbau von Giftstoffen.

Psychische Stimmungsaufhellung durch Heilfasten

Positive Auswirkungen hat das Heilfasten auf die Psyche. Der fastende Mensch fühlt sich fitter und leistungsfähiger. Die Endorphine, die während des Fastens ausgestoßen werden, vermitteln ein Glücksgefühl. Der Erfolg, die Kur durchgehalten zu haben, wirkt motivierend.

Durch die Beschäftigung mit Nahrungsmitteln und ihren Inhaltsstoffen setzen sich fastende Menschen mit einer gesunden Ernährung auseinander, die auf Dauer zum Normalgewicht und einem allgemein verbesserten Gesundheitszustand führen. Dennoch sollte eine Heilfastenkur nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt und nur für einen kurzen Zeitraum durchgeführt werden. Die Teilnahme an einer Fastengruppe wirkt motivierend und unterstützend und ist deshalb ebenfalls ratsam.

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