Kennen Sie solche Situationen?
"Meine körperliche Fitness ist unverändert gut, aber ich
fühle mich schlapp." Oder: "Wieso erziele ich an einem Tag
besonders gute Ergebnisse und an anderen Tagen klappt gar nichts, obwohl
ich genauso gut vorbereitet bin?"
Leistungshöhen und -tiefen sind häufig eng verbunden mit seelischen Schwankungen. Hier setzt die Mentale Fitness an, um sowohl Beständigkeit als auch Steigerung der sportlichen und beruflichen Potentiale zu erreichen. Diese innerliche Stärke ist mit einigen Techniken erlernbar. Einige davon möchten wir heute erläutern.
Innerer Dialog
Wer dazu neigt, sich selbst immer zu kritisieren, untergräbt damit
permanent sein Selbstbewusstsein: "Wenn ich Fehler mache, habe ich
nicht gut genug trainiert." Natürlich ist es in Ordnung, sich
zu fordern, aber mit Optimismus: "Wenn ich Fehler mache, kann ich daraus
lernen, Fehler sind Teil des Entwicklungsprozesses." Sprechen Sie sich
selbst Mut und Unterstützung zu.
Selbstbeeinflussung (Autosuggestion)
Man motiviert sich selbst durch das Wiederholen von spezifischen "Glaubensformeln".
Die jeweilige Formulierung ist von der eigenen Zielsetzung abhängig,
also ob man demnächst mindestens eine Laufstrecke von mindestens 10
km zurücklegen möchte, oder beim kommenden Wettkampf einer der
ersten Plätze belegen will, usw. Am effektivsten wirken solche Sätze
bei Entspannung, also bspw. kurz nach dem Aufwachen oder vor dem Einschlafen.
Wichtig ist, dass die Worte positiv und aufbauend verfasst werden. Also
nicht: "Ich werde nicht aufgeben." Sondern: "Ich werde erfolgreich
sein." Weitere Beispielsätze:
"Ich bin gut trainiert und fit. Ich bin ausgeglichen und optimistisch.
Ich beherrsche meine Sportart.
Visualisierung
Bei dieser "bewussten Träumerei" stellen Sie sich Ihr nächstes
Kurzzeitziel vor. Vor Ihrem inneren Auge spielen Sie mental durch, wie es
sein wird, wenn Sie Ihre Sportbekleidung anlegen. Gehen Sie ins Detail.
Welche Farbe hat Ihre Kleidung? Wie sieht Ihre Laufstrecke aus, welche Wege
laufen Sie? An welcher Stelle kann es Probleme geben, wo lässt Ihre
Kondition nach?
Dies sind nur einige Möglichkeiten. Stimmen Sie die Visualisierung,
also das "Denken in Bildern" auf Ihre Sportart ab. Vor Wettkampf
oder Spiel nutzen viele namhafte Sportler diese Technik, um so auf jede
Eventualität optimal vorbereitet zu sein.
Entspannung
Stress, Unsicherheit oder Ärger verhindern optimale sportliche Ergebnisse
und führen zu erhöhtem Spannungszustand der Muskulatur. Hierdurch
wird wertvolle Energie an der falschen Stelle verbraucht bzw. gebunden.
Diese verpuffte Energie fehlt dann beim körperlichen Training. Entspannungsmethoden
verhelfen Ihnen zu mehr Ausdauer.
Die progressive Muskelentspannung (Muskelrelaxation) führt zu mentaler
und körperlicher Ruhe. Weitere Entspannungsmethoden: Yoga, Autogenes
Training oder Massagen.
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