Rad
fahren hat sich zum Ausdauersport für jedes Alter entwickelt - Gelenke
sowie der ganze Stützapparat werden beim Rad fahren weniger belastet
als bspw. beim Laufen, denn 70 bis 80 % des Körpergewichts lasten auf
dem Sattel.
Abgesehen davon, dass die Fortbewegung mit dem Rad die Umwelt schont - für Menschen, die längere Zeit keinen Sport ausgeübt haben, ist das Rad fahren der ideale Einstieg.
Weitere gesundheitliche Vorteile:
- Verbesserung der Kreislauffunktionen: Der Blutdruck sinkt und das Herzinfarktrisiko wird um 50 Prozent gesenkt.
- Stärkung des Immunsystems: U. a. werden Phagozyten (Fresszellen) mobilisiert, die Bakterien und Tumorzellen zerstören. Daher wird das Rad fahren bei Aids- und Krebspatienten auch zu Therapiezwecken eingesetzt.
Laut Studien der Deutsche Sporthochschule (DSHS) wirken schon 10 Minuten Rad fahren pro Tag positiv auf Muskulatur, Durchblutung und Gelenke, ab 50 Minuten wird auch der Fettstoffwechsel angeregt.
Um den Rücken zu stärken sollte der Oberkörper leicht nach vorne gebeugt werden. Die gleichmäßigen Beinbewegungen beim Radeln kräftigen besonders den Bereich der Lendenwirbelsäule und somit wird Rückenschmerzen vorgebeugt. Wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass das Rad körpergerecht eingestellt wird. Beim Fahren keine zu hohen Gänge nehmen - besser kleine Gänge und hohe Trittfrequenz wählen.
Radkauf
Durch den technischen Fortschritt sind moderne Fahrräder leicht, schnell,
komfortabel - so kann jede(r) sein Fahrrad optimal den eigenen Bedürfnissen
anpassen. Ausführliche Beratung im Fachhandel und eine Probefahrt helfen
das geeignete Rad zu finden.
Körpergerechte Einstellung
Dies ist notwendig um ermüdungsfrei und vor allen Dingen ohne Schmerzen
auch längere Zeit radeln zu können.
Faustregel: Rahmenhöhe = Beinlänge minus 25 cm
Die Beinlänge wird zwischen Ferse und Schritt gemessen. Die Rahmenhöhe
berechnet sich aus dem Abstand zwischen Mittelpunkt des Tretlagers und der
Oberkante des Sitzrohres, in dem der Sattel steckt.
Sattelhöhe
Einen Fuß mit der Ferse auf das unten stehende Pedal stellen - dabei
sollte das Bein fast gestreckt sein, den anderen Fuß auf das obere
Pedal. So wird die optimale Sattelhöhe eingestellt. Mind. 6,5 cm der
Sattelstange müssen im Sitzrohr bleiben. Meistens befindet sich an
der Sattelstange eine entsprechende Markierung des Herstellers.
Um auf dem Fahrrad auch beim Stoppen einen stabilen Stand zu haben, sollten auf dem Sattel sitzend beide Füße zumindest mit den Fußspitzen den Boden berühren.
Sattel
Die Mehrzahl der RadlerInnen bevorzugen so genannte Gelsättel. Generell
sollte ein guter Sattel eine abgesenkte Sattelnase haben - dies reduziert
den Druck auf Damm- und Schambeinbereich. Kompetente FachhändlerInnen
bieten ihrer Kundschaft die Möglichkeit vor dem Kauf den Sattel einige
Tage zu testen.
Lenker
Der Lenker soll sich auf gleicher Höhe mit dem Sattel befinden - also
zuerst den Sattel einstellen - und anschließend den Lenker. Wie beim
Sattel hängt die Wahl des Lenkers vom jeweiligen Radtyp ab: An der
Sattelspitze den Unterarm mit dem Ellenbogen in Richtung Lenker halten.
Zwischen Fingerspitzen und Lenkerbügel sollten 2-3 cm Abstand sein.
Idealerweise wird darauf schon beim Fahrradkauf geachtet - allerdings ist
auch späteres Umrüsten möglich.
Federung
Ein Rad mit Federung ist entlastend für die Wirbelsäule und ermöglicht
auch längere Fahrten ohne körperliche Beschwerden. Rücken,
Arme und auch die Handgelenke werden geschont, weil durch die Federung Stöße
und Vibrationen bei Bodenunebenheiten etc. gemildert werden. Auch hier empfiehlt
sich die Beratung im guten Fachhandel, um die Federhärte auf das Körpergewicht
und die persönlichen Bedürfnisse einstellen zu lassen. Wer bereits
einen Drahtesel sein eigen nennt, kann mit einer gefederten Sattelstütze
nachrüsten - allerdings ist diese Alternative nicht ganz so komfortabel.
Tipps zum Fahren
Als EinsteigerIn anfangs flache Strecken fahren, da bergiges Gelände
zunächst noch zu viel Energie verlangt und man sich leicht überfordert.
Konsequenz: Das Training bringt nicht den gewünschten Erfolg. Im 1.
Monat jeweils 2 bis 3 Mal pro Woche ca. 45 Minuten radeln, später kann
dies bis zu einer Stunde oder mehr gesteigert werden. Zur Förderung
der Ausdauer ist es für Anfänger ideal zunächst im unteren
Gangbereich zu fahren am besten mit einer Trittfrequenz von 70 bis 100 Pedalumdrehungen
pro Minute.
Übrigens:
Ein heikles Thema ist das Aufsetzen eines Helmes. Bei Pro und Contra zum
Helm -sollte jedoch nicht vergessen werden, dass bei einem Sturz der Aufprall
auf den Kopf fatale gesundheitliche Folgen haben kann.
Weiterführende Infos im Web:
» Berechnung
Kalorienverbrauch "Radsport" bei fitrechner.de
Im Radsport-Forum gibt es News, Interviews, Termine, Technik, Forum uvm.


