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Kalte Füße - nicht nur im Winter

Kalte Füße bei Schnee und Eis oder bei zu sommerlicher Kleidung? Unangenehm – aber kein wirkliches Problem! Hier handelt es sich um eine Schutzmaßnahme des Körpers, der das Blut bei Kälte hauptsächlich in die lebenswichtigen Organe wie Herz, Gehirn und Lunge pumpt.

Bei entsprechendem Schuhwerk und warmen Socken sowie Kontakt der Füße mit einer Wärmequelle kehrt in den untersten Gliedmaßen bald wieder Wärme ein. Chronisch kalte Füße können aber auch Symptome oder Ausgangspunkte für Krankheiten sein.

Wann zum Arzt?

Kein Grund zur Sorge, wenn Kälte die Füße frieren lässt. Wenn aber der Laie keine Ursachen für die eisigen Füße erkennen kann, diese also auch ihre Temperatur nicht durch warme Kleidung oder ein wärmendes Bad verändern, sollte ein Arzt die Hintergründe erforschen. Aufgepasst auch, wenn der Körper bei ständig kalten Füßen zugleich eine Neigung zu grippalen Infekten aufweist. Auch Blasen- und Nierenentzündungen, die im Zusammenhang mit kalten Füßen auftreten, müssen beachtet werden.

Arteriosklerose als krankhafte Ursache für kalte Füße

Der Anlass für die kalten Füße ist immer in einer Engstellung der Gefäße zu finden, wodurch die Blutzirkulation sich verlangsamt. Scheidet Kälte von außen als Ursache aus, kann eine chronische Durchblutungsstörung als Störenfried infrage kommen. Hierbei verengen sich die kleineren Blutgefäße der Füße und Unterschenkel.

Als Folge treten meistens nicht nur kalte Füße, sondern gleichzeitig Schmerzen und Gefühlsstörungen in den unteren Extremitäten auf. Im fortgeschrittenen Stadium können außerdem einzelne Zehen absterben. In der Regel verursacht eine Gefäßerkrankung wie Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) derartige Durchblutungsstörungen. Hier ist eine möglichst frühe Diagnose wichtig, weil es im späteren Krankheitsverlauf zu Gefäßverschlüssen mit der Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles kommen kann.

Besonders Diabetes, hoher Blutdruck und erhöhte Cholesterinwerte gelten als Risikofaktoren, ebenso wie Übergewicht, Nikotinkonsum und Bewegungsmangel. Doch auch genetische Ursachen können eine Gefäßkrankheit verursachen.

Frauen mit niedrigem Blutdruck

Nicht nur Bluthochdruck, auch zu niedriger Blutdruck lässt die Füße frieren. Hier sind von dem frostigen Zustand meistens nicht nur die Extremitäten wie Hände und Füße betroffen, sondern der ganze Körper friert. Vermutlich durch geschlechtsspezifische sowie genetische Faktoren gehören häufig Frauen zu den Betroffenen. Besonders junge Frauen mit hormonbedingt niedrigem Blutdruck leiden unter kalten Füßen.

Die Psyche spielt mit

Wie schon der Volksmund sagt, kann auch derjenige kalte Füße bekommen, den Mut und Zuversicht verlassen. Wenn jemandem bildhaft „das Herz in die Hose rutscht“, kann eine fehlerhafte Durchblutung als Folge von Angstzuständen oder anderen psychischen Verfassungen auftreten.

Wie kann man gegen kalte Füße vorbeugen?

Feuchte, schwitzige Füße sollten wegen schnellerer Auskühlung vermieden werden, daher sind Schuhe aus atmungsaktivem Material (Leder) vorteilhaft. Um eine gute Durchblutung zu gewährleisten, sollten die Beine im Sitzen nicht übereinandergeschlagen werden, noch dürfen zu enge Sockenbündchen das Fußgelenk einschnüren.

Ein bewegungsfreudiger Tagesablauf mit Spaziergängen an der frischen Luft sorgt für gute Sauerstoffversorgung der feinen Blutgefäße. Morgendliche Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser halten den gesamten Blutkreislauf in Schwung.

Hilfe von innen

Abgesehen von einer eventuell notwendigen medizinischen Versorgung sind gute Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei kalten Füßen besonders notwendig. Tee aus Ingwerscheiben erwärmt ebenso wie scharf gewürzte Speisen, welche die Durchblutung anregen. Auch ein Teelöffel Rosmarinblätter mit heißem Wasser übergossen kann als Tee genossen „warme“ Wunder bewirken. Alkohol und Zigaretten stehen absolut auf der Roten Liste.

Förderliche Hausmittel helfen bei kalten Füßen

Fußbäder, auch als Wechselbäder und mit Wassertreten verbunden, helfen sozusagen gleich vor Ort. Drei Tropfen Zimtöl oder etwas Zitronensaft dazugegeben erhöhen die Wirkung. Auch Badezusätze wie Rosmarin, Eukalyptus, Rosskastanie oder Fichtennadel sorgen für die Durchblutung. Abends darf es beim Fußbad mit Beifügung von Holzasche und zwei Esslöffeln Salz auch heiß zugehen.

Der Igelball eignet sich beim Rollen gut zur passiven Fußmassage, aktiv kommt ein Massagehandschuh oder eine Bürste zum Einsatz. Kreisende Bewegungen mit leichtem Druck beginnen an der Außenseite des Fußes und arbeiten sich über Knöchel und Wade bis zum Oberschenkel hoch. Danach auf gleiche Weise mit der Innenseite verfahren.

Einreibungen mit Rizinusöl vorm Schlafengehen haben die Füße gern und anschließend am liebsten Wollsocken. Bei der Fußgymnastik werden die Zehen gebeugt und gestreckt, die Füße im Fußgelenk gekreist und schließlich die Zehen bei gestreckten Beinen in Richtung Nase hochgezogen. Zwei Mal zehn Minuten täglich sollten dafür erschwinglich sein.

Die Füße an die Wärmeflasche kuscheln ist angenehm, hilfreicher kann die bewährte Wärmequelle an der Lendenwirbelsäule mit direkter Leitung über die Nervenbahnen nach unten wirken. Wenn in der Nacht alles nichts hilft, sucht der frierende Fuß vielleicht eine Wärme spendende Kniekehle in der Nachbarschaft auf. Sollte hier keine zur Verfügung stehen, kann auch die des eigenen zweiten Beines nützen.

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